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Nachrichten aus dem Münchner Westen
Lokales

München-West Statistik 2026: 31 Fakten über den Stadtteil

Von Gunnar Brandt | 18. Juni 2026
München-West Statistik 2026: 31 Fakten über den Stadtteil © Foto: Kritzolina / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Schloss Nymphenburg im Münchner Westen

München-West, das ist nicht ein einzelner Stadtbezirk, sondern ein ganzer Gürtel sehr unterschiedlicher Viertel am westlichen Stadtrand: das ehemals eigenständige Pasing mit seinem mächtigen Bahnhof, das herrschaftliche Nymphenburg mit Schloss und Park, das dichte Laim, das grüne Hadern mit seinem Großklinikum und die weiten Felder von Aubing und Allach. Zusammen bilden sie einen der spannendsten Teile der bayerischen Landeshauptstadt.

Wer hier lebt oder den Münchner Westen besser kennenlernen will, stößt schnell auf erstaunliche Zahlen, große Namen und Orte von Rang. Wir haben 31 Fakten über München-West zusammengetragen. Jeder Fakt trägt am Ende eine Nummer, die per Klick zur passenden Quelle springt, deren genaue Adresse sich dort per Mauszeiger anzeigen lässt.

Was dich erwartet

Größe, Lage und Bevölkerung

1. Über 450.000 Menschen leben im Münchner Westen

Rechnet man die sieben westlichen Stadtbezirke Neuhausen-Nymphenburg, Sendling-Westpark, Laim, Hadern, Pasing-Obermenzing, Aubing-Lochhausen-Langwied und Allach-Untermenzing zusammen, kommt man Ende 2024 auf rund 451.900 Einwohner. Damit lebt im Westen der Stadt deutlich mehr als ein Viertel aller Münchner. Jeder Bezirk hat dabei seinen ganz eigenen Charakter.1

2. Pasing-Obermenzing ist der größte West-Bezirk nach Einwohnern

Mit 81.804 Einwohnern am 31. Dezember 2024 ist Pasing-Obermenzing der bevölkerungsreichste der westlichen Stadtbezirke und gehört auch stadtweit zu den größeren. Der Bezirk umfasst die beiden Stadtteile Pasing und Obermenzing und wird statistisch in vier Bezirksteile gegliedert. Pasing bildet dabei das unangefochtene Zentrum des Münchner Westens.2

3. Laim ist mit Abstand am dichtesten besiedelt

Auf nur 5,29 Quadratkilometern drängen sich in Laim rund 57.100 Menschen, das ergibt eine Bevölkerungsdichte von etwa 10.800 Einwohnern je Quadratkilometer. Damit ist Laim der mit Abstand am dichtesten bebaute Bezirk im Westen und einer der dichtesten der ganzen Stadt. Die Gründerzeit- und Nachkriegsbebauung steht hier eng an eng.3

4. Aubing-Lochhausen-Langwied ist der flächengrößte Bezirk

Mit 34,06 Quadratkilometern ist Aubing-Lochhausen-Langwied flächenmäßig der größte Bezirk im Westen und sogar der größte ganz Münchens. Auf dieser weiten Fläche leben aber nur rund 61.000 Menschen, die Dichte liegt bei knapp 1.800 Einwohnern je Quadratkilometer. Felder, Wald und das Naturschutzgebiet Aubinger Lohe prägen hier das Bild.4

5. Sieben Stadtbezirke auf rund 101 Quadratkilometern

Die sieben westlichen Bezirke bringen es zusammen auf eine Fläche von rund 101 Quadratkilometern und decken damit ein gutes Drittel des Münchner Stadtgebiets ab. Die Spanne reicht vom kompakten Laim bis zum weitläufigen Aubing. Wer den Westen durchquert, erlebt den Übergang von dichter Stadt zu offener Landschaft fast wie im Zeitraffer.5

6. Pasing war bis 1938 eine eigenständige Stadt

Pasing wurde am 1. Januar 1905 zur Stadt erhoben, vor allem als Schutz gegen die drohende Eingemeindung nach München. Der langjährige Bürgermeister Alois Wunder verteidigte diese Selbstständigkeit 23 Jahre lang, bis Pasing am 1. April 1938 nach München eingegliedert wurde. Bis heute hat Pasing einen eigenen Viktualienmarkt und ein historisches Rathaus.6

7. Neuhausen-Nymphenburg zählt über 100.000 Einwohner

Neuhausen-Nymphenburg ist mit rund 101.900 Einwohnern auf 12,91 Quadratkilometern der größte Bezirk im Westen und einer der bevölkerungsstärksten der Stadt überhaupt. Hier treffen das beliebte Wohnviertel Neuhausen und das vornehme Nymphenburg mit Schloss und Park aufeinander. Wer den Westen gastronomisch erkunden will, findet bei unseren Cafés in München-West erste Adressen.7

8. Mehr als jeder Vierte in Pasing hat einen ausländischen Pass

Der Ausländeranteil in Pasing-Obermenzing ist von 16,3 Prozent im Jahr 2000 auf 26,7 Prozent im Jahr 2024 gestiegen. Damit hat im Bezirk mehr als jeder vierte Bewohner eine ausländische Staatsangehörigkeit, dazu kommen viele eingebürgerte Menschen mit internationaler Familiengeschichte. Der Münchner Westen ist über die Jahre deutlich vielfältiger geworden.8

Wahrzeichen und Geschichte

9. Schloss Nymphenburg ist das größte Barockschloss Münchens

Das prächtige Schloss Nymphenburg ist die größte Barockschlossanlage Münchens und war einst die Sommerresidenz der bayerischen Kurfürsten und Könige. Es zählt zu den großen Barockschlössern Deutschlands und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Jedes Jahr besuchen über 300.000 Gäste das Schloss und seine Räume.9

10. Der Nymphenburger Schlosspark misst rund 229 Hektar

Rund um das Schloss erstreckt sich der Nymphenburger Schlosspark über etwa 229 Hektar und ist damit eine der größten Grünanlagen der Stadt. Der ursprünglich barocke Ziergarten wurde im 19. Jahrhundert von Friedrich Ludwig von Sckell zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Kanäle, Seen und Parkburgen wie die Amalienburg machen ihn zu einem beliebten Ausflugsziel.10

11. Schloss Blutenburg beherbergt die Internationale Jugendbibliothek

Im Stadtteil Obermenzing steht das spätgotische Schloss Blutenburg, malerisch von einem Arm der Würm umflossen. Die Burg geht auf das 15. Jahrhundert zurück und besitzt eine kostbare Schlosskapelle von 1488 mit Werken aus der Werkstatt Jan Polacks. Seit 1983 ist hier die Internationale Jugendbibliothek untergebracht, die größte Bibliothek für internationale Kinder- und Jugendliteratur der Welt.11

12. Der Hirschgarten ist der größte Biergarten der Welt

Am Rand des Erholungsparks Hirschgarten in Nymphenburg liegt mit rund 8.000 Plätzen der angeblich größte Biergarten der Welt. Der Park selbst umfasst etwa 40 Hektar mit teils über 150 Jahre alten Bäumen, Spielplätzen und Wiesen. Im Südwesten lebt bis heute in einem rund zwei Hektar großen Gehege das namensgebende Damwild.12

13. Der Westpark entstand für die Gartenschau 1983

Der rund 69 Hektar große Westpark in Sendling-Westpark wurde eigens für die Internationale Gartenbauausstellung 1983 angelegt. Der Landschaftsarchitekt Peter Kluska schuf eine Hügel- und Tallandschaft mit zwei Seen, dem West- und dem Mollsee. Bis heute begeistern der See, der Rosengarten und Anlagen wie der thailändische und der nepalesische Tempel die Besucher.13

14. München ist drittgrößte Stadt Deutschlands

Der Westen ist Teil einer der größten Städte des Landes: München zählte Ende 2025 genau 1.612.429 Einwohner und ist damit nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Stadt Deutschlands sowie die größte Bayerns. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Bevölkerung um gut ein halbes Prozent. Der Münchner Westen trägt einen erheblichen Teil dieser Größe.14

Wirtschaft und Versorgung

15. Das Klinikum Großhadern ist Münchens größter Krankenhauskomplex

Im Bezirk Hadern liegt das Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität, mit rund 1.400 Betten der größte zusammenhängende Krankenhauskomplex Münchens. Der 1974 eröffnete Bau mit seinem 200 Meter langen Bettenhaus zählt zu den größten Universitätskliniken Europas. Der Campus ist ein international führender Medizinstandort und einer der wichtigsten Arbeitgeber im Westen.15

16. Die Pasing Arcaden sind das große Einkaufszentrum des Westens

Direkt neben dem Bahnhof Pasing eröffnete im März 2011 das Einkaufszentrum Pasing Arcaden. Nach dem zweiten Bauabschnitt von 2013 bieten heute rund 160 Geschäfte auf etwa 39.000 Quadratmetern Handelsfläche Platz zum Bummeln. Damit sind die Arcaden das größte Einkaufszentrum im Münchner Westen und ein Magnet für die ganze Umgebung.16

17. Pasing hat einen eigenen Viktualienmarkt

Als Erbe seiner früheren Selbstständigkeit besitzt Pasing als einziger Münchner Stadtteil neben der Innenstadt einen offiziellen Viktualienmarkt. Auf dem Pasinger Viktualienmarkt verkaufen Händler Obst, Gemüse, Blumen und Spezialitäten. Wer es selbst frisch mag, findet in unserer Übersicht zu den Bäckereien in München-West handwerkliche Adressen für jeden Tag.17

18. Allach-Untermenzing ist der einwohnerschwächste West-Bezirk

Mit rund 36.200 Einwohnern auf 15,45 Quadratkilometern ist Allach-Untermenzing der bevölkerungsärmste der sieben westlichen Bezirke. Der dörflich geprägte Norden bietet viel Grün, Einfamilienhäuser und mit der Allacher Lohe ein ausgedehntes Waldgebiet. Der Bezirk gehört zugleich zu den Stadtteilen mit dem stärksten erwarteten Wachstum.18

Natur und Freizeit

19. Die Würm durchzieht den gesamten Westen

Die Würm, der Abfluss des Starnberger Sees, fließt von Süden kommend durch Hadern, Pasing und Obermenzing und prägt den Münchner Westen als grünes Band. An ihren Ufern reihen sich Wiesen, alte Mühlen und Naherholungsgebiete. Rund um Schloss Blutenburg und den Pasinger Stadtpark bietet das Würmtal beliebte Wege für Spaziergänger und Radfahrer.19

20. Der Pasinger Stadtpark lädt am Würmufer zum Verweilen

Mitten in Pasing erstreckt sich der Pasinger Stadtpark entlang der Würm. Die gepflegte Anlage mit altem Baumbestand, Spielplätzen und einer kleinen Wasserlandschaft ist eine grüne Oase im dicht bebauten Westen. Für viele Pasinger ist der Park der wichtigste Ort zum Joggen, Spazieren und Entspannen direkt vor der Haustür.20

21. Der Westpark zog 1983 über elf Millionen Besucher an

Die Internationale Gartenbauausstellung von 1983 war ein enormer Erfolg: In den sechs Monaten ihrer Laufzeit kamen mehr als elf Millionen Besucher in den heutigen Westpark. Zu sehen waren 23 nationale Gärten von mediterraner Bepflanzung bis zum japanischen Garten. Viele dieser Anlagen prägen den Park bis heute und machen ihn zu einem grünen Schatz des Südwestens.21

Wohnen und Kosten

22. Wohnen in Pasing kostet rund 23 Euro pro Quadratmeter

Der Münchner Westen ist begehrt und entsprechend teuer. In Pasing liegt die durchschnittliche Angebotsmiete bei rund 23 Euro pro Quadratmeter, in den beliebtesten Lagen sogar bei über 27 Euro. Damit bewegt sich der Stadtteil im oberen Bereich des ohnehin teuren Münchner Wohnungsmarkts, der stadtweit bei gut 15 Euro Nettokaltmiete im Mietspiegel liegt.22

23. Auch in Laim ziehen die Mieten kräftig an

In Laim werden im Schnitt rund 22 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, in den gefragtesten Lagen bis zu knapp 27 Euro. Allein zwischen Ende 2025 und Anfang 2026 stiegen die Angebotsmieten spürbar. Die gute Anbindung und die Nähe zur Innenstadt machen den dichten Bezirk für viele attraktiv, treiben aber auch die Preise. Vergünstigt wohnt es sich eher in den grüneren Randlagen des Westens.23

Verkehr und Anbindung

24. Der Bahnhof Pasing ist ein zentraler Verkehrsknoten

Der Bahnhof München-Pasing ist mit rund 85.000 Reisenden täglich der viertgrößte Bahnhof Bayerns und ein Knotenpunkt im Westen der Stadt. Mit insgesamt etwa 139.000 Reisenden und Besuchern pro Tag gehört er zu den zwanzig meistfrequentierten Stationen der Deutschen Bahn. Hier treffen Fern-, Regional-, S-Bahn-, Tram- und Busverkehr aufeinander.24

25. In Pasing beginnt die S-Bahn-Stammstrecke

Vom Bahnhof Pasing aus führt die zentrale Stammstrecke der Münchner S-Bahn über Hauptbahnhof und Marienplatz quer durch die Stadt bis zum Ostbahnhof. Fünf S-Bahn-Linien, die S3, S4, S6, S8 und S20, laufen über Pasing. Zusammen mit dem dichten Bus- und Tramnetz ist man aus dem Westen schnell im Zentrum unterwegs.25

Was sich in den nächsten Jahren verändert

26. München soll bis 2045 auf rund 1,83 Millionen wachsen

Die Bevölkerungsprognose der Stadt erwartet bis 2045 ein Wachstum um rund 14 Prozent auf etwa 1,83 Millionen Einwohner. Auch der Westen wird in diesen Vorausberechnungen weiter zulegen. Mehr Menschen bedeuten einen wachsenden Bedarf an Wohnungen, Schulen und Kitas, gerade in den noch lockerer bebauten Randbezirken.26

27. Pasing-Obermenzing erwartet kräftigen Zuzug

Für Pasing-Obermenzing rechnen die Statistiker bis 2040 mit einem Plus von rund 13.000 Einwohnern. Damit gehört der Bezirk zu den Wachstumsmotoren des Westens. Neue Wohnquartiere rund um den Bahnhof und entlang der Würm sollen einen Teil dieses Zuwachses aufnehmen, ohne den gewachsenen Charakter Pasings zu verdrängen.27

28. Allach-Untermenzing wächst am stärksten

Unter den westlichen Bezirken ist für Allach-Untermenzing das größte relative Wachstum vorhergesagt, mit rund 25 Prozent mehr Einwohnern bis 2045. Auf den noch verfügbaren Flächen im Norden entstehen neue Wohngebiete. Der bislang dörflich geprägte Bezirk steht damit vor einem deutlichen Wandel in den kommenden Jahren.28

29. Der Klinikum-Campus Großhadern wird neu gebaut

Der in die Jahre gekommene Campus Großhadern der LMU wird in den nächsten Jahren grundlegend modernisiert und in Etappen neu gebaut. Ziel ist eine zukunftsfähige Spitzenmedizin mit moderner Forschung am selben Standort. Für Hadern und den ganzen Westen bleibt das Klinikum damit auf lange Sicht einer der wichtigsten Arbeitgeber und Versorgungsanker.29

30. Der Westen bleibt grün und dörflich zugleich

Trotz wachsenden Drucks bewahrt der Münchner Westen große Naturräume: die Aubinger und Allacher Lohe, das Würmtal, den Nymphenburger Park und den Westpark. Diese Grünzüge sind nicht nur Naherholung, sondern auch wichtig für das Stadtklima. Wer sich hier fit halten will, findet bei unseren Fitnessstudios in München-West die passenden Adressen.30

31. Ein Westen zwischen Tradition und Aufbruch

München-West bleibt eine Region der Gegensätze, in der altes Pasinger Stadtgefühl, höfische Pracht in Nymphenburg, dichte Wohnviertel und weite Felder aufeinandertreffen. Ob beim Wachstum der Bevölkerung, neuen Wohnquartieren oder dem Umbau von Großhadern: Die kommenden Jahre entscheiden darüber, wie der Westen seinen Charakter bewahrt und zugleich Platz für eine wachsende Stadt schafft. Spannend bleibt es allemal.31

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